krieg oder krieg ich?

das damals da-nicht-sein am da nang river:
die napalm-verbrannten vietkongs,
jetzt die sich selbst zersprengenden taliban.
der krieg ist immer wieder derselbe.

und die soldaten, heimkehrer, wiedergeher
meiner einstigen freundin: wer kennt
ihre verheerung, wer dies, was ich (dagegen) schrieb?:
„soldaten sind mörder, sind opfer!“

wer, wenn nicht mein großvater, gefallen
am weichselbogen, einfach nur vermisster vater,
zerfetzt nicht, in erinnerung ebenso,
ein/mein menetekel, warnung, bitte …

um erlösung: dass wir sein könnten, „wir,
die wir freundlichkeit wollten, aber“ …
denke an den mann meiner ehedem freundin,
saniTÄTER! hilf(t) mir und meinem zerschossenen.

und die brunnenbohrer, die, die barmherzig sind,
wenn die kamera sie filmt, bevor
eine granate, die verzweifelte, bevor …
bevor, davor, hernach, in dieser verlassenen heimat, nacht.

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