kurz vor sch(l)uss
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schluss war nun endlich, den reim zu zerreiben,
dichtung in kug’ligem lager zu weiden
und sand ins getriebe
zu streuen der liebe
zum selbst und mich unter demselben zu scheiden.
duftend auch schien mir manch’ süßliche rose,
pathos nach harz eines herz’ in der hose.
denn dichtet man verse,
sind’s leicht auch verkehrte
in falschem beschnitt solcher dichterstenose.
hieß also nun mein verkündet’ beschluss:
vor jedem treffer folgt querer beschuss,
so schloss umso leichter
und flacher und seichter
ich mitten im roten die lippen zum kuss.
sang ich nun so meinen reim und die lieder,
blühten sie auf zu zerschossenem flieder,
verliliet und blau
im brüchigen bau.
so sind sie auch deine und einst meine wieder.
(limericks für lilly)

