leckend

einskommazwei quadratmeter: selbst
mein schreibtisch, beherbergend zwei
schriftkessel, ist einskommazweimal größer,
durch welches leck
das wort stürzt
aus imaginiertem wassereinbruch.

ich bin der heizer, schwitzendes
unterhemd, schwarzweißes kleid der nacht
am sonnabendmorgen vor dem sonntag,
wo wir scheitern
werden an eises küste, wo wir
nicht anlegen sicher, sondern
unserer uns versichernd leck schlagen.

sicherer war die reise,
weiter ozean,
glatte see,
leichter wind
aus nordost.
der sanfte, stete marsch der turbinen …

an den gläsern, an deren
wänden das hochprotzentige
emporleckt (physikalischer effekt
azeotroper gemische), an den
binokularen liegen
meine lippen, bereit zum
kuss der eisprinzessin (in 3d).

ich füge mir zu, verleibe mir
ein, noch eine(n).
in der hand, leicht erschüttert,
die karten eines spiels,
das nicht zu gewinnen ist.

ich bin der gentleman, desodoriertes
hemd, smoking, befrackt
in das wrack. ging an deck,
schritt auf und ab den weg,
der mich an länge täglich zum
einkauf führt, vom bug zum heck, die
lenden backbord, wo’s treib(eis)stoffe gibt
für lippen und worte.

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Ein Kommentar zu leckend

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