trägheit | traum

wenn ich ein vöglein wär / hätt’ ich flügel. doch der / engel ohne flügel, gestürzter / aus dem himmel ins erdreich tief

Wikipedia: „Die Trägheit ist die Eigenschaft von Körpern, in ihrem Bewegungszustand zu verharren, solange keine äußere Kraft auf sie einwirkt. Die träge Masse gibt die Größe der Trägheit an. Je größer die träge Masse eines Körpers ist, umso weniger beeinflusst eine auf ihn einwirkende Kraft seine Bewegung.“

wie meine schwere masse / zunimmt, nimmt im gleichen / maße die träge masse zu / wie mit selber masse auch die trägheit / der zeit zunimmt / verlangsamt sich / erinnernd, denn die träge masse der zeit / ist der schwere traum

… wie wir früher / weniger verspätet … / weil’s aber nicht kann sein / bleib’ ich allhier. klassische / mechanik …

Newton, Lex prima: „Corpus omne perseverare in statu suo quiescendi vel movendi uniformiter in directum, nisi quatenus illud a viribus impressis cogitur statum suum mutare.“

inertia / fallgesetz: ikarus, galilei, sir isaac, ich: / „schlaf tropft nieder / aus den sinnen“

Newton, Lex secunda: „Die Änderung der Bewegung ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht nach der Richtung derjenigen geraden Linie, nach welcher jene Kraft wirkt.“

… liebe / for whom the lillybelle tolls …

„man muss davon ausgehen, dass der stein denkt“ / (rainald goetz) und träumt von / der verbindung von schwerer masse / und trägheit | traum

denn wir können nicht fliegen / außer auf den flügeln / der gesetze der mechanik / und des traums / und du schwebst in dem / augenblick, wirfst die füße voran / zur veränderung deines schwerpunkts und / gleichgewichts zur landung / auf den mutterseelenalleingestirnen über uns’ren / köpfen, die uns dieselbe bewunderung verursachen

wie das trägheitsgesetz in uns / weil’s aber nicht kann sein / bleib’ ich allhier

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3 Kommentare zu trägheit | traum

  1. Pingback: in|ad|ae|qu|at : Litblogs.net – Lesezeichen 2 | 2013

  2. wunderwo sagt:

    Das Verschränken von Texten bzw. die Text-Collage ist absolut dein Ausdrucksmittel. Da hast du deinen Stil gefunden… Die vielen Ebenen und Verweise, die darin mitschwingen, kann ich mit meinem kleinen Hirn zwar nicht alle fassen,(…Latein, Physik waren für mich Pflichtfächer, die ich irgendwie absolviert habe, damals, vor mehr als 20 Jahren…) aber ich weiß um die Fülle an Dingen, auf die du dich beziehst.
    Das ist echt stark, ögyr!

  3. Pingback: video.poems in Greifswald, 23.4. | schwungkunst.blog

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