frühlingsmaschine

„… würde ich heute noch ein apfelbäumchen pflanzen …“

in reih und glied steh’n artig kameraden,
maschinenlesbar ihre ersten knospen,
die blütenbajonette mutig wagend
und duftend aufgepflanzt, bevor sie rosten.

an der mauern gründe brummten hummeln,
maschinchen ihrer höllen unter himmeln,
zwischen denen gingen blühend bummeln,
spazieren wir, durch wurzeln uns zu schwindeln.

ein dach wird uns geflochten aus dem laub,
obwohl sein grün noch haucht, nicht rauscht im wind,
der süße nektar schon verwelkt zu staub,

bevor insektenrüssel ihn gesaugt,
ein maulwurf ackert emsig zwar, doch blind
die furche, wo sein irden haus er baut.

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