Di, 27.7.10 (Mi, 28.7.10, 23:17): k.weg

Klavkis Haus wird geräumt. E. zieht weg nach Minnesota, Abschied vermutlich für immer. Fahre mit dem Bus nochmal hin, um ein paar Sachen abzuholen, die in seinem Zimmer von mir verblieben: das Stativ, den Mini-Disc-Recorder samt Mikrofon, mit dem er die Gedichte letzter Hand eingesprochen hat. Darunter auch in der Reihe „Widmungen“ „Ersatzweise Lebewesen – für ögyr“.

Der letzte Weg dorthin, k.weg am d.day. Im Bus, gefilmt. Soundtrack: Klavki.

Im Haus Trubel. Am einen Ende wird gepackt, werden Kisten geschleppt. Am anderen Ende ist „Ende.neu“, die neuen Bewohner verlegen Laminat. In Klavkis Zimmer, schon weitgehend leergeräumt, in der Ecke eine Kiste mit den Dingen von mir. E. packt sie mir in den Rucksack. Auch einen kleinen Stoffhaifisch, den man für einen Delfin halten könnte. Der lag noch auf dem Schreibtisch. Ob ich den haben wolle. Ja, für Lilly.

Währenddessen Gespräch E. mit einer Freundin, dass auch Klavkis Sterbebett in gute Hände gegeben wurde. Hat jetzt A.S., Frage nur, fragt sich E., ob er um die Geschichte eben dieses Bettes weiß: Dass darin nicht nur Klavki starb, sondern auch seine Kinder gezeugt wurden. Jedenfalls ziemlich wahrscheinlich. Nur geboren sei in diesem Bett noch niemand worden. Aber das könne ja nun folgen.

Denke für mich: Ein Bett erzählt.

Dann zurück zur Bushaltestelle. Weinend. k.weg. Kreuzgang. Ge[dich/be]te.

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