Mi, 28.7.10 (Fr, 30.7.10, 2:10): Die Physikerinnen

Lilly schatzsucht in meinen Bücherregalen und entdeckt Dürrenmatts „Die Physiker“. Und bittet mich, ihr daraus vorzulesen. Lese das ganze Stück am Stück. Beide berührt. Ich auch, weil das im Regal gefundene Exemplar das ist, in dem noch meine Tonregieanweisungen stehen, damals aus der Schulzeit, als die Theater AG das Stück aufführte. Hätte gerne mitgespielt damals, wurde aber als „Physiker“ für die Technik eingeteilt. In einem Stück, das meine spätere Studienwahl Physik erstmals infragestellte. Kunst gegen Physik, Arbeit gegen Kunst – schon damals.

Bei YouTube findet sich dann dieses Intro zur TV-Version von 1964:

Mit Siegfried Lowitz („Der Alte“) als Inspektor Voß. Was – auch von der Schwarzweiß-Krimi-Ästhetik her – die Brücke zum grauroten Abend schlägt. Da schauen wir „Der Kommissar – Grauroter Morgen“ mit, was ja wiederum passt, Lilli Palmer in der Hauptrolle.

Ein Drogenmärchen. Auch davon schwerst berührt beide. Gemeinsame Melancholie und Weltschmerzeinsicht der beiden Physikerinnen.

Frühabends im Fantasyladen, wo Lilly einen bezaubernden Hut findet. Aus der Zeit fallen als Fin-de-sièclisten.

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