Mi, 4.8.10 (Do, 5.8.10, 1:05): „etwas zu expressionistisch“

Was lange währt … heute erschien – überraschend (weil aufgrund eines „weggebrochenen“ Artikels plötzlich Platz war) – in den KN der Start der „Kiel bloggt“-Reihe, an der ich nun schon seit mehr als einem Monat arbeite.

Und weil immer alles mit allem assoziativ und zeitnah zusammenhängt, fiel mir ebenfalls genau heute der eigene Blog, dieser hier, vor die Füße: Folge: depublished 10.0.

Am 5.7. hatte ich für KN über ein Konzert berichtet und das samt pretty.public.privacy-Offtopics hier gepostet. Mittags heute Anruf, dass man da etwas im Netz gefunden habe, das – nunja, die Offtopic-Formulierungen – den dort wenn nicht explizit, so doch erkennbar Genannten „etwas zu expressionistisch“ sei. Ich argumentierte mit „Kunst“ und der Freiheit derselben, allein, manche und mancher möchte halt nicht gern in derart „expressionistischem“ Kunstumfeld ergooglet werden. Langes Gespräch mit den Betroffenen und schließlich „Entschluss: Rückmarsch!“, die von mir selbst vorgeschlagene „Schwärzung“ der betreffenden Textstellen, allerdings mit dem notwendigen Hinweis aufs Depublishing. Kann das Ansinnen durchaus verstehen und kam dem letztendlich gerne nach. Zumal es mir erneut die Problematik der „pretty.public.privacy“ (und meines zuweilen angenehm unbesonnenen Berserkertums damit) vor Augen und Tasten führte. Insofern ein Lehrstück – oder auch im Brechtschen Sinne „soziologisches Experiment“.

Zudem wieder ein Zeugnis meines getreuen Eckermanns Google, der ja wirklich alles auch in die hintersten Internetstuben pustet. Mit denen also nun hoffentlich wieder versöhnt. Und an der p.p.p. weiter intrinsisch geschrieben – bitte weiterhin „etwas zu expressionistisch“, welche Formulierung ich belustigt wie gebauchpinselt – „sündig und schüchtern“ – als Lob aufnahm :-).

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