7-5-95, 1:21

sk liebt.e. ok.e! dreifaltige frau. am sa zunächst e, gegen 1, um zwei dann anna blümchen. morgen r – mo.r.gen!

e noch aufgeschossener, noch zarterdünn. mit andeutung von lippgem stift. sk stand. er stand nur. und zeichenzeilen, der terror des textes – er ist mein hirte – flogen ihm zu. ganz eigentlich verdüstert zu e. sein hirn war eingestellt auf textverarbeitung, nicht e an sich, sie SELBST. ein text allein von ihr gehirnt in sk’s stirn:

liEdbE

senke mich,
hinein,
du kleine meines klein
begehren.

senk’ mich hin
und deines tages sphären,
stak mich durch
die teiche deines auges schlag,

denn die ich wein
mit wasserlust, dir in
ein jed’ gelas zu gießen,
dir allein hinein.

und singst du mir,
ich fall’ hinein
in jede melodie,
singst du sie nur, dem sinken.

vocalE

o, e, du i,
und b hinangegeben,
ein wort
zu dir

hin,
stirn und maul:
ein einzig sinn’n
und sehnen

zu dir,
ein wort
und b darin wie leben,
o, e, du i!

oder so, ein einzig brausen von wortmull, der ihn packte in ein wattig’ schauen blinder angebetung. ihr schein und wie sie saß, sk faszizierte sich. der himmel blau mit kleinen schleiern.

a hernach. da stand sk und starrte ihr aufs knospenpaar unterm kinn. to make a pipe for my capatious mouth. in soft enchanting accent let me lick. and my love … o, ruddier than the cherry, o sweeter than the berry. a, eine frucht. sk pflückt wie wild mit großen körben, füllt sich mit speich’ den mund und saftet sein geapfel. ach, wie zu leimen wär’st du, wie schüchtern flöß er aus in ihr, wie ein öl auf wassern zu mikron’scher schicht, verschwindend in der aufgelösung. erlöse mich, cease to beauty. cease annanihila to grief.

r am morgen, dreißig feuernde salven über plätze hingestreckt. gib laut, stöhnt sk. und gibt sie, denn nur verschlafenes gezwitscher der amseln, die träumen, ist bei ihnen. auch hier ist sk ein abfluß. sein abort noch macht stabenbuchreim draus.

r-an

back from jenseitsland
der kopfgefüßten,
in senkgerechten straßen,
gothic bookshop querend.

germanenblut
muß fließen, weiß
aus dem zerschmettert
hingelaichten.

weich wie schnee war
ihre abgelegte haut,
gerieben von den
bilderhübschen versen.

ach, leg mich hin
und bette mich,
wie du gewollt
im ferner land.

schon schoner drauf
gezogen, lag gummiert
ihr seine flosse
ausgenagt und dieszersaitet.

im dreigestirn muß jener stern, die schwarz gesternte, hellstens leuchten, denn ihr allein allein allein ihr will sk sich verschenken. und jenen großen roten fleck allweil dazu.

doch hing er schon am glockenseil, die, welcher dieses zugehörend, schwang pendelleicht und stummt im göttindienst-gebimmel.

1:54 (thc)

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