ko(ll)tau

„… und wusste, ich bin in eine schlimme sache geraten“ (b. brecht, „der dreigroschenprozess“)

„gleichwie das gras vom rechen, ein blum und fallend laub“ (j.s. bach, motette bwv 225)

wo jetzt das schaf in trock’ner sintflut steht
und ich die revolution verrate,
so fern von euch, genossen, ist mein weg,
und bambus biegt sich, statt die eich’ gerate,

ach, stolz und steif in bruch der wind’gen stürme.
denn lieber sollten wir im sturme brechen,
statt uns zu biegen dort in das getürme,
wo foltern wir uns mit dem streif der rechen.

sind wir nur laub, das welkend von dem geht?
und blühten wir am schwert, das sich gewehrt,
als orchidee, die darin war verweht,
wo ihr die wurzel ist in erd’ verwehrt?

ich riet nicht dazu, ich hab’ uns verraten
und pflanzte nicht, doch pflügte uns’ren garten
mit meiner trägen masse im verharren.
und das beschwert mich, der ich bin gefallen.

(für gk)

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Ein Kommentar zu ko(ll)tau

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