13-11-95 (skizzenbuch, zettel)

du aber sagest, ich sei nicht dein. ich aber sage: ich bin die arbeit, und die braucht deine unterstützung. ich lasse nicht ab von mir. freilich, ich bin so dicht damit und also daran, daß ich mich selbst nicht erreiche. aber ich werde (dessen) nimmer nicht müde. ich stehe auf posten und erbitte deine hilfe. die arbeit ist zu tun. sie ist innig. nichts ist getan. es muß aber getan werden. ich schrieb, daß, wüßte ich, welches die arbeit sei, die zu tun, sie wahrscheinlich schon getan sei. ich stehe vor dem spiegel und fotografiere mich. das flashlight verdeckt mich. ich stehe in der blüte meiner kunst. was ich fand, werde ich nie mehr neu finden. ich muß es jetzt auf den weißboden des dina4 bringen. dabei sei ich allein. doch dann müßtest du da sein, denn sonst, violett, so sage ich, ist vernichtung, ist nicht arbeiten und auch das licht so dünn, daß keine einfädelung mehr möglich. woran wir arbeiten ist verschieden. doch arbeiten wir. dies ist zu tun.

(orje an violett, nachts, ungeheizt)

im fersenschwamm ist nicht gut wurzeln.

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