Do, 23.9.10 (Fr, 24.9.10, 1:56): Mond.Monstrum

ich bin der mann im mond, ein schroffer krater,
mein herz in ferne, kalt, gefüllt mit lava.
ich gebe auf und gehe unter, warter
an solchen küsten und platon’scher cava.

mein auge, teleskopisch dort am ort,
entdeckt in lunas wüste kreises schlösser,
wie einst der galilei und schröter hort
und ställe witterten für himmelsrösser

im mond, der ausgefelsten, grauen weide,
wo weht kein wind und keine atmosphäre,
wo klüftet sich poetenwort in scheide.

er bleibt der ort, das nirgends, das schon ist,
bevor es war und werde, auch nur wäre.
der mond ist meine zuflucht, letzte list.

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