vom sagen und schweigen

wie ich nicht alles verschweige,
sage ich auch nicht alles. dagegen:
indem ich nichts verschweige,
sage ich alles.

und indem ich nichts sage,
verschweige ich alles.
ich stumme meine sehnsucht,
die flut der anbetung,

berühre dich nicht,
nur meine worte
schüren noch das feuer,
und ich werde sein löscher.

ich aber brenne lichterloh
an drei enden der kerze,
die ich dir entzündete:
mein inferno der fülle.

und doch bin ich wasser,
dir fließend: das meer, der see,
die flut an deine küste
brandend, das wilde. das zarte,

wenn weich die sommer
und himmel, luftig schwebende wolken,
heimwegs lächelst, du sonne,
dein licht deinem moon.

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