Di, 21.07.2020

Ich bin wieder in 3D, plastiziere. von der Ebene des Textes in die Möglichkeit einer (greifbaren) Fallhöhe. Die Bewegung der Hand, die Finger als das beste, weil formfühligste Werkzeug. Jedoch ein Gefühl der Eile wie beim Kochen, etwa dass der Ton zu schnell trocknet. Abpassen, wann er am formbarsten, aber nicht zu weich und unstabil ist. Das Material ist mir noch (oder wegen der langen Pause wieder) fremd. Und es ist widerständig, eigensinnig. Es will etwas anderes als ich. Das ist gut, denn ich weiß eigentlich gar nicht, was ich will, habe kaum einen Formgebungsplan. Beim Text tritt so eine Situation eher nicht ein. Eigensinn muss eins dem Wort erst beibiegen. Das ging gut im Rausch, der jedoch jetzt fehlt. Der Eigensinn des Materials Ton braucht den Rausch nicht, er ist von sich aus eigensinnig, wahrscheinlich, weil er weniger abstrakten, (grob-) stofflichen Gesetzen folgt.

Die entstehende Form ähnelt allerdings sehr der vor einem guten Jahr in der Therapie entstandenen. Auf die Ungeübtheit des Formenden antwortet das Material offenbar, indem es sich in bewährte, schon mal ausprobierte Faltungen legt.

>> 21.07.2010
>> 21.07.2000
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