So, 25.4.10 (Mo, 25.4.10, 4:25): Frühling vorm Balkon

Absurd spät auf an die absurden Layouts. Dann zum Brunch bei dakro. Schlage da auf, irgendwie atemlos, praktisch und metaphorisch. Die Party ist schon zuende, weil sie nicht zuende ist. Plötzliches Gefühl von Freundschaft und Aufgehobenheit. Setze Kaffee auf. Dann nicht rauchend auf dem Balkon, wo der Frühling brüllt und Thymian duftet. Telefon Lilly. Auf dem Weg dahin (und zurück) durch den Schrevenpark erstaunt die Grillgemeinden unter ihren Rauchwolken beobachtet. Gefüllte Eier und Quiche gegessen, genossen.

Spätnachmittags wieder im Textheim. Bestürzt festgestellt, dass die Indoor-Raucherei im Frühlingsfrühabendlicht bereits wieder die üblichen Nikotinablagerungen in den Arbeitszimmerecken zeigt. Aber heute eh nicht rauchend, weil atemlos.

Weiter an den Kleinkramarbeiten. Abends ausführlich mit Lilly getippt. Darin viele interessante Gedanken, die ich erst fürs di.gi loggen möchte, dann aber genau das nicht tue, weil ich ihre und meine zweisamen Gedanken nicht zum Material für den Text vorm Balkon machen will. Nur so viel: Es geht um luzides Träumen.

Morgens um 8, nach zwei Stunden Schlaf aus eben solchem aufgewacht: Darin wurde ein Monumentalstück Wagnerschen Geamtkunstwerkausmaßes aus meiner Feder aufgeführt, mit mir in der Hauptrolle (Autorenfilm ;-). Aber ich habe meinen Text vergessen. Ein Heer von Souffleusen in Gestalt Lillys, vervielfacht, eilt herbei, weiß den Text aber auch nicht. Ich dekretiere, da auch Regisseur, dass der Text entfallen kann. Er sei nicht so wichtig. Film läuft ab ohne Text-Track.

Nachts nach Gute Nacht mit Lilly weiter am Üblichen. Auch dem des di.gi.ariums. Der olle Satz aus den Gedichten von dada-mals: “einer der erste tage des frühlings / zweizolltief das luftmeer …”

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