Archiv des Autors: oegyr

das selbe lied

wir singen, selbst wenn wir einander nicht hören das selbe lied, lauschen der selben melodie, schauen den selben mond hinter wolken an, sehen die selben sterne mit nur geringer paralaxe in der selben himmelsrichtung. so ist’s bei denen, die die … Weiterlesen

Veröffentlicht unter glücksspiel, hannoveraner elegien | Hinterlasse einen Kommentar

der sommer geht

etwas wie herbst vor dem fenster, am balkon das stete tropfen, die nacht dunkler noch. der sommer geht, herbstet sich ein, fett die kürbisse, dürr verbleibende blüten. etwas wie tod am bette, der schnitter legt sich schlafen, träumt vom schnitt … Weiterlesen

Veröffentlicht unter 1 minute to the next whisky bar, en suite baroque | Hinterlasse einen Kommentar

fuga à due voces

oh ja, ich sang dir meinen kontrapu[ck/nk]t in den schlitz, in das sehnen. zweistimmig war ich, im kontradickt, ich schrieb es in fut und fuga. und sahest du mich so singen, du hättest mich nicht ge- und erhört. du bliebest … Weiterlesen

Veröffentlicht unter 1 minute to the next whisky bar, ByeByePass | Hinterlasse einen Kommentar

wohin ich ging

woher ich komm’, will ich nicht hin, auch nicht, wohin ich geh’ und ging. ich bleibe stehen und halt’ in’ am orte, wo ich nicht mehr bin. wohin ich streb’, ist mir entgangen, es war mal was wie utopie, der’n … Weiterlesen

Veröffentlicht unter 1 minute to the next whisky bar, anderland, ByeByePass | Hinterlasse einen Kommentar

der ausbruch des toba

dem ausbruch des toba folgten aschewolken, die alles erstickten – in einer art beton – ist im begriff auszusterben. wie aber ausbruch, katastrophe als anbeginn? wie also das ewige verharren? der toba explodierte, wir aber nicht, blieben die zündschnur am … Weiterlesen

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des sich erinnerns

die sprachgestalt des sich erinnerns das wehen im gewehwehweh des sturms, im fördewasserglas des wimmerns, an mauern dieses turms. die frauen, ja, die lieben, der harem eines dichters sangs. und wären wir, die das betrieben, wir wären lobende des angefangs, … Weiterlesen

Veröffentlicht unter turm | Hinterlasse einen Kommentar

ich höre

„Es gibt ein Mädchen, dem möchte ich die Angst für alle Zeit wegstreicheln.“ (Klavki: „Der Wolkenhändler“) ich höre mich greinen an der seite der frauen, die in meinem leben sind, die mich verstehen, wenn ich weine und klage. denn ich … Weiterlesen

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kein grab (nirgends)

da ist kein grab, so auch kein steh’n an seinem rand. die stoll’n der läufer, gegraben in den roten sand der aschenbahn: sie komm’n nicht aus den löchern, nur in brand, weil kein grab ist ihrem lauf verloren, noch verwandt. … Weiterlesen

Veröffentlicht unter ... und der titan nickte, 1 minute to the next whisky bar, anderland | Hinterlasse einen Kommentar

fünf faden tief | elegie

(„full fathom five“, shakespeare: „the tempest“) in den untergrund des meeres, untern grund schauen wir wie hans im unglück ins blauen vom himmelnaseweißen ins tief vergrab’ne blau, getarnt wie die flunder im sand, bis wir von planck.ton besiedelte sind. anbetende … Weiterlesen

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Aulike / Schwarck / Meyer lesen „Vom Warten“

Mitschnitt der Lesung am 6.6.2017 im Café Godot, Kiel: Teil 1: Texte von ögyr: die ballade von der haltbaren backpflaume (37:20) warten (39:35) ergrünende förde (40:30) der sommer (41:50) hände in den taschen (43:10) Weiterer Link: Deutschlandfunk Kultur: Über das … Weiterlesen

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