Archiv der Kategorie: … und der titan nickte

kein grab (nirgends)

da ist kein grab, so auch kein steh’n an seinem rand. die stoll’n der läufer, gegraben in den roten sand der aschenbahn: sie komm’n nicht aus den löchern, nur in brand, weil kein grab ist ihrem lauf verloren, noch verwandt. … Weiterlesen

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TITANIC 105

Vor 105 Jahren, in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912, sank die Titanic nach einer Kollision mit einem Eisberg im Nord-Atlantik. Sie galt als unsinkbar, aber schon das beginnende 20. Jahrhundert – wie wiederum das 21., weil … Weiterlesen

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ja, tapfer sein

„ja, ich will, ja!“ (molly bloom, „ulysses“) ja, ich bin tapfer, will es immer sein, und ausgezehrt dann, wenn es nötig ist. ich werde meine mädchen(männer) abseits frei’n, in not und tod und dichterischer list. ja, ich bin samisdat, in … Weiterlesen

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ko(ll)tau

„… und wusste, ich bin in eine schlimme sache geraten“ (b. brecht, „der dreigroschenprozess“) „gleichwie das gras vom rechen, ein blum und fallend laub“ (j.s. bach, motette bwv 225) wo jetzt das schaf in trock’ner sintflut steht und ich die … Weiterlesen

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Ich steh an deiner Krippen hier

(Paul Gerhardt / ögyr) 1. Ich steh an deiner Krippen hier, O Jesulein, mein Leben, Ich komme, bring’ und schenke dir, Was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles … Weiterlesen

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„Wiedersehen in Paris!“

„Wiedersehen in Paris!“, stand vor genau 100 Jahren mit Kreide auf die Eisenbahnwaggons geschrieben, in denen kriegsbegeisterte deutsche Landser an die Front rollten. Wie die Geschichte lehrte, sah mancher sich nicht in Paris, sondern im Grab vor Verdun wieder, in … Weiterlesen

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ein riss / ein vers / april

(„ich bin der rechte weg, die wahrheit und das leben“ – konfirmationsspruch dem ögyr) „einer horcht“ dem riss an diesem morgen im vers, den einer schrieb und auch verschwieg, dass er in ihm ein einer blieb, geborgen, und ebenso versank, … Weiterlesen

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kammermusik wasser

„komm, o, tod, du schlafes bruder, komm, und führe mich nun fort! löse meines schiffleins ruder, bringe mich an sich’ren port. es mag, wer da will, dich scheuen. du kannst mich vielmehr erfreuen, denn durch dich komm’ ich hinein zu … Weiterlesen

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rudern, blau

leise, lauschend, um nicht letztes verstummen zu überhören, rudern wir durch dieses tiefe blaue tal, diese schwärze, die sich überall aus der nacht herab senkt wie frühlingstau. unsere ruder tauchen zart in die sintflut, die so still jetzt ist, so … Weiterlesen

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rund 36 sekunden bis zum aufprall

seht ihr’s, das gewimmel im finsteren tal, sich seiner sohle erstreckend, fühlt ihr’s? nass und eisig die kleider, zerrend nach unten, ein sog, ein feuer jetzt, letztes stieben aus den kesseln, die abwärts eilen wie ihr – und schwirrend schweigen

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