Bach – Kantaten (43)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(Trinitatis)

Epistel: Röm. 11,33-36 (Welch eine Tiefe des Reichtums der Weisheit und Erkenntnis Gottes)
Evangelium: Joh. 3,1-15 (Gespräch Jesu mit Nikodemus)

„O heilges Geist- und Wasserbad“ (BWV 165)

(@ Wikipedia)

„Es ist ein trotzig und verzagt Ding“ (BWV 176)

(@ Wikipedia)

„Gelobet sei der Herr, mein Gott“ (BWV 129)

(@ Wikipedia)

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blau ergraute stunde

„glik, du bist gekommen a bissl speit ze mir“ (vivian kanner)

wieder hakst du mich ein | ich wandere darob züchtiger, schüchterner, verhärmter. | und an den wassern, grau, wird der himmel wieder blau | und die halbe stunde ist – ganz genau – so ein bisschen im nichts.

ich habe einen gebratenen butt spielvergnügt zwischen skelett, seele und fleisch zerlegt.

und die tochter geht auf nackten füßen auf dem dreckigen linoleum.

und dass ich dreck bin, gewinnend, hört man mich sprechen – und dichten.

grau_horizont

und dass ich mich anerbietig mache, die tür zum bad belausche, aber die nicht öffne, brötchen im ofen.

denn die blaugraugrüne stunde ist, wo wir verregnen, wo das blau so schön grau ist.

und hinterher, nachts, das blauen und schweigeminuten, dies angeheim sein | und du sagest, nun werdest du – so – zu bett gehen.

blau_horizont

und als ihr gegangen, ich noch winkte, ungesehen am flurigen fenster, weinte ich, der dichter, wissend, er werde noch dichten | schlich die paar werther in | gewohnte einsamkeit | schenkte sich einen ein.

aber er dichtet nicht | nur protokoll von den jeweiligen fußduftnoten, bekannten wie unbekannten | während die jungs auf see waren | und wir ihr ufern wie seemannsweiber ersehnten.

blau_bett

deine eile, als anruf von baldiger ankunft kam | am kai | und ich kaffee kochte.

und wie du redetest von den filmen | und ich | beider verschlafen und geträumt | während im balkon.screen die tauben | nur von mir im augenwinkelzug bemerkt | fickten.

und es war blau unter den himmeln | und halbwegs sommer (der schwieg von weit).

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Bach – Kantaten (42)

Bach-Kantaten zum Pfingstfest:

1. Pfingsfesttag

Epistel: Apg. 2,1-13 (Ausgießung des Heiligen Geistes)
Evangelium: Joh. 14,23-31 (Abschiedsreden Jesu: Der Heilige Geist wird euch alles lehren)

„Erschallet, ihr Lieder“ (BWV 172)

(@ Wikipedia)

„Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ (BWV 59)

(@ Wikipedia)

„Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ (BWV 74)

„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ (BWV 34)

2. Pfingsfesttag

Epistel: Apg. 10,42-48 (Schluss der Predigt des Petrus vor Cornelius und Taufe der Heiden)
Evangelium: Joh. 3,16-21 („Also hat Gott die Welt geliebt …“)

„Erhöhtes Fleisch und Blut“ (BWV 173)

(@ Wikipedia)

„Also hat Gott die Welt geliebt“ (BWV 68)

(@ Wikipedia)

„Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte“ (BWV 174)

(@ Wikipedia)

3. Pfingsfesttag

Epistel: Apg. 8,14-17 (Ausbreitung des Heiligen Geistes in Samaria)
Evangelium: Joh. 10,1-11 (Jesus als der rechte Hirte)

„Erwünschtes Freudenlicht“ (BWV 184)

„Er rufet seinen Schafen mit Namen“ (BWV 175)

(@ Wikipedia)

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wool | worth (studie 1)

der wolle wert noch als der rote faden,
gesponnen in den vers und alte mauern,
bin ich das wagnis, woll’ geschor’n von schafen,
die heut’ auf ihren abrissschlächter lauern.

ich bin das kaufhaus meiner selbst, konsum,
vergessen an geschloss’nen tor’n, der türe.
noch der fassaden sonn’, dann der monsun,
der abgeschwor’ne aller treueschwüre.

hier kauft’ ich ein mich einst und lös’ mich aus,
bin einkaufspreis und der auch des verkaufs.
ich zahle aus mich, euros in den schoß,

und bin der scheue, mai- und mauerlos.
die nacht geht drüber hin mit ihrem dämmern,
und ich darin, mein sehnen und belämmern.

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Bach – Kantaten (41)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(Exaudi)

Epistel: 1. Petr. 4,8-11 (Dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat)
Evangelium: Joh. 15,26-16,4 (Abschiedsreden Jesu: Der Geist der Wahrheit wird kommen; die Jünger werden verfolgt werden)

„Sie werden euch in den Bann tun“ (BWV 44)

(@ Wikipedia)

„Sie werden euch in den Bann tun“ (BWV 183)

(@ Wikipedia)

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kleiner vogel am fenster

es ist ein kleiner vogel,
der sich vom balkongitter
immer wieder herabstürzt,
halsbrecherisch auffliegt,

um nicht minder gefährdet
an der rauen wand zu landen,
sich dort nur kurz haltend
wieder herabfliegt.

der vogel, sehe ich am abend,
baut – vergeblich – an einem nest,
mit dem er weibchen anzulocken versucht,
die seinen gesang nicht erhören.

der kleine geselle,
seit zwei tagen an meinem fenster,
immer wieder sichtbar sein
haltloser eifer,

erinnert mich, was ich hier tue:
nestbau aus brüchigen zweigen,
singen und sagen davon,
was sich nicht einlösen lässt.

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Bach – Kantaten (40)

Bach-Kantaten zu Himmelfahrt:

Epistel: Apg. 1,1-11 (Prolog, letzte Verheißung, Himmelfahrt Jesu)
Evangelium: Mark. 16,14-20 (Missions- und Taufbefehl, Himmelfahrt)

„Wer da gläubet und getauft wird“ (BWV 37)

(@ Wikipedia)

„Auf Christi Himmelfahrt allein“ (BWV 128)

(@ Wikipedia)

„Gott fähret auf mit Jauchzen“ (BWV 43)

(@ Wikipedia)

„Lobet Gott in seinen Reichen“ (Himmelfahrts-Oratorium BWV 11)

(@ Wikipedia)

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der sehnsucht von

vom süchtig sehen geh’n die verse uns
aus zeilen zwischen die, wo dort gefühl
sich breitet, jenes leiden, hoffen, kunst
daraus zu machen, die aus dem gewühl

den sich’ren weg hin fände aufs schafott,
zu ort und zeit, die nichts sind als bankrott,
wo sehnsucht ist, was nicht ist, utopie
in uns’ren herzen, jener sinn vom nie.

die sehnsucht nährt sich von dem unerreichten,
sie sucht zu schauen, wo noch nichts zu sehen,
und baut sich leben in noch nicht erreichtem.

denn solche sehnsucht wird uns nie vergehen,
sie fasst uns an (lebend’ge und die leichen)
und zeigt, wie höllen himmel überstehen.

(zur Lesung heute)

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bella_ciao_präludium

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Bach – Kantaten (39)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(Rogate)

Epistel: Jak. 1,22-27 (Seid Täter des Wortes und nicht Hörer allein)
Evangelium: Joh. 16,23-50 (Abschiedsreden Jesu: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er’s euch geben)

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ (BWV 86)

(@ Wikipedia)

„Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“ (BWV 87)

(@ Wikipedia)

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