Bach – Kantaten (52)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(9. Sonntag nach Trinitatis)

Epistel: 1. Kor. 10,6-13 (Warnung vor Abgötterei und Sicherheitsdünkel; Trost in Versuchung)
Evangelium: Luk. 16,1-9 (Gleichnis vom ungerechten Haushalter)

„Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht“ (BWV 105)

(@ Wikipedia)

„Was frag ich nach der Welt“ (BWV 94)

(@ Wikipedia)

„Tue Rechnung! Donnerwort“ (BWV 168)

(@ Wikipedia)

Veröffentlicht unter Bach-Kantaten | Hinterlasse einen Kommentar

Bach – Kantaten (51)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(8. Sonntag nach Trinitatis)

Epistel: Röm. 8,12-17 (Welche der Gottes Geist treibt, die sind Gottes Kinder)
Evangelium: Matth. 7,15-23 (Aus der Bergpredigt: Warnung vor falschen Propheten: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen)

„Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz“ (BWV 136)

(@ Wikipedia)

„Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ (BWV 178)

(@ Wikipedia)

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ (BWV 45)

(@ Wikipedia)

Veröffentlicht unter Bach-Kantaten | Hinterlasse einen Kommentar

vergleichsweise lei[b/d]end

„widerstehe doch der sünde, sonst ergreifet dich ihr gift“ (BWV 54)

ich hatte viel bekümmernis und fasste
solch’ herzchen mir, das sich so blutgebrasste.
ich lobte gott, doch erst die schücht’ren frauen
und stierte ihnen auf den weißen fuß.

zuvor ich machte ex- und -perimente.
hernach am schwanz im schwarz.gold.heimatland.
ich war der engel solch gebrat’ner ente,
der fernen in ihr’m dorf so einverwandt:

ich wusste, welcher ich mich eingelasste:
es wären sexies – alle mit ’ner fut
und also loch ihr und dem monst’ren grauen.

es wär’ sonett auf swing’dem dancegeflur
und unerhört mein leih-ge-castest schwur,
dass all’ ich liebt’, als wär’ ich ihre brut.

Veröffentlicht unter glücksspiel | Hinterlasse einen Kommentar

Bach – Kantaten (50)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(7. Sonntag nach Trinitatis)

Epistel: Röm. 6,19-23 (Der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben)
Evangelium: Mark. 8,1-9 (Die Speisung der Viertausend)

„Widerstehe doch der Sünde“ (BWV 54)

(@ Wikipedia)

… und der sünde nicht, die sich auf meinem dennoch bricht …

bach_kantaten_50_ögyr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ärgre dich, o Seele, nicht“ (BWV 186)

(@ Wikipedia)

„Was willst du dich betrüben“ (BWV 107)

(@ Wikipedia)

„Es wartet alles auf dich“ (BWV 187)

(@ Wikipedia)

Veröffentlicht unter Bach-Kantaten | Hinterlasse einen Kommentar

Der Taucher

von meinem vater, dem tauch-pionier, warnemünde 1953, „fischmensch fiete“ …

friedrich schiller: „der taucher“

Neue Berliner Illustrierte (NBI), 1953, Nr. 29 (Scan/PDF):

nbi_fischmensch_fiete_web_1

 

 

nbi_fischmensch_fiete_web_2

Veröffentlicht unter Erinnerung | Hinterlasse einen Kommentar

die trunkene trauer des nachkommens

die trunkene trauer, die herkunft des seiens im arm,
die mutter, die anderes sich doch fürs söhnchen erhoffte:
wir frösteln einander in herbsten und bleiben doch warm,
als sängen die lieder der kinder noch, was sich verkopfte.

hab’ nichts als manche gedichte als nachkomm’ gezeuget,
blieb fern allen knospen des stammes sprießend gebäum.
von mir war nichts weiteres als was in verse gebeuget,
ein nach mir nur echo und vorher im schlafe erträumt.

mutter_sohn_web

ich komme dem nach, dem verspielt und allem verstörten,
verkündige mich in den worten, an ihrem gereim.
denn sind wir nicht diese, die sich daran nochmals betörten,

an diesem so brüchigen und dem verhinderten heim?
aus mir nur dieses gewächs und welkend gedeihen,
doch auch mit dir bunter erblühend mir selber verzeihen.

Veröffentlicht unter Erinnerung, glücksspiel | 1 Kommentar

Bach – Kantaten (49)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(6. Sonntag nach Trinitatis)

Epistel: Röm. 6,3-11 (Durch Christi Tod sind wir der Sünde gestorben)
Evangelium: Matth. 5,20-26 (Aus der Bergpredigt: Die bessere Gerechtigkeit der Christen gegenüber der Gesetzeserfüllung der Schriftgelehrten und Pharisäer)

„Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ (BWV 170)

(@ Wikipedia)

„Es ist das Heil uns kommen her“ (BWV 9)

(@ Wikipedia)

Veröffentlicht unter Bach-Kantaten | Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar: EU-Exodus?

100 Jahre nach dem gegenseitigen europäischen Schlachten bei Verdun, angezettelt vom Tod, der wiederholt ein „Meister aus Deutschland“ war, scheidet Großbritannien, das uns Deutsche zweimal im 20. Jahrhundert von unseren selbst gewählten diktatorischen Regimes befreit hat, aus der EU aus. Aus einer Friedensordnung, die man zurecht kritisieren kann, weil sie eine kapitalistische und vielfach unsoziale ist.

Doch dass die EU zwar Frieden, aber nicht Gerechtigkeit über Europa brachte, war nicht das Argument für die Brexit-Befürworter. Eher „splendid isolation“, ein Politikverständnis, dass die Insel immer mal wieder pflegte – heuer wieder.

Jubel kommt logisch von den von Storchs, Petrys, Le Pens und all den Nationalistinnen, die immer gegen Europa und für die Kleinstaaterei der angeblichen „Regionen“ hetzten. Faschisten-Pack allesamt. Gegen das war auch eine fehlerhafte, nach wie vor neoliberale, anti-soziale EU das geringere Übel. Letzteres ist durch den Brexit erheblich geschwächt. Weitere selbsteingeschätzte Verlierer in der EU werden folgen, der EU-Exodus droht.

Von einem sozialen, gerechten Weltstaat, geschweige einer sozialistischen Weltrevolution sind wir weiter als je entfernt. Dennoch bleibt die Überlegung, ob nicht Institutionen wie die EU dahin zumindest zielführend wären, wenn sie nicht an ihrem eigenen Bürokratismus zerbröselten.

Es bleibt zu hoffen, dass der ewige Kapitalismus inklusive seiner Erhaltungskräfte der Briten Austritt aus der EU an den Börsen entsprechend abstraft. Für Linke ist das eine Frage von Taktik und Strategie – wiedermal. Die sich zuspitzenden Verhältnisse, wenn sie zum Tanz kommen, können einer Revolution, so fern sie scheinen mag, nur zuspielen.

Hier aber, in einem System wie der EU, die gerade wieder den Kalten Krieg gegen Russland neu eröffnet, nachdem sie mit ihrer imperialistischen Interessenpolitik in der Ukraine scheiterte, könnte das Sprengkräfte nicht nur nach innen, sondern auch nach außen eröffnen – 100 Jahre nach Verdun und 75 Jahre nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion. Nur ein Zufall der runden Daten oder Vorschau auf neue Schlächtereien in Europa und des Rumpf-Europas in der ganzen Welt?

Man kann sicher sein, dass die Briten auch ohne EU, aber noch in der NATO, dabei mitmachen werden, denn es nützt ihnen wie allen kapitalistisch-imperialistischen Staaten. Nur müssen sie diesen Nutzen noch lernen, nachdem sie die halbwegs Friedensordnung der EU leichtfertig und rechten Populisten folgend verlassen haben.

(geschrieben für LinX – Sozialistische Zeitung für Kiel)

Veröffentlicht unter reiz[ende]worte, revoLYtion | Hinterlasse einen Kommentar

Bach – Kantaten (48)

Bach-Kantaten zum kommenden Kirchensonntag:
(5. Sonntag nach Trinitatis)

Epistel: 1. Petr. 3,8-15 (Heiliger Christum in euren Herzen)
Evangelium: Luk. 5,1-11 (Der große Fischzug des Petrus)

„Wer nur den lieben Gott läßt walten“ (BWV 93)

(@ Wikipedia)

„Siehe, ich will viel Fischer aussenden“ (BWV 88)

(@ Wikipedia)

Veröffentlicht unter Bach-Kantaten | Hinterlasse einen Kommentar

ja, tapfer sein

„ja, ich will, ja!“ (molly bloom, „ulysses“)

ja, ich bin tapfer, will es immer sein,
und ausgezehrt dann, wenn es nötig ist.
ich werde meine mädchen(männer) abseits frei’n,
in not und tod und dichterischer list.

ja, ich bin samisdat, in dem gericht
das ende allen anfangs, euch verzicht,
werd’ ich euch üben und auch ewig sein.
ich bleib’ euch groß und dicht und dazu klein.

ja, wär’ ich das, was ihr mir anvermutet,
ich würde schreiben euch hinein den reim,
der sich in das geheuer heim verblutet.

ja, wo ich bin euch, was als trautes sein
erschiene, bin ich fremd und so begutet
als dichter, der euch schoss die verse rein.

Veröffentlicht unter ... und der titan nickte, glücksspiel, hannoveraner elegien | Hinterlasse einen Kommentar