Archiv der Kategorie: glücksspiel

das selbe lied

wir singen, selbst wenn wir einander nicht hören das selbe lied, lauschen der selben melodie, schauen den selben mond hinter wolken an, sehen die selben sterne mit nur geringer paralaxe in der selben himmelsrichtung. so ist’s bei denen, die die … Weiterlesen

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das unbehauste kind

es war einmal ein kind, das hatte so viel haus, dass es unbehaust war. es schritt durch die räume, die wohl erträumt waren, sah aber nur die leere, nicht deren eingerichtetheit. es war einmal ein kind, das eben dort erwachsen … Weiterlesen

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vergleichsweise lei[b/d]end

„widerstehe doch der sünde, sonst ergreifet dich ihr gift“ (BWV 54) ich hatte viel bekümmernis und fasste solch’ herzchen mir, das sich so blutgebrasste. ich lobte gott, doch erst die schücht’ren frauen und stierte ihnen auf den weißen fuß. zuvor … Weiterlesen

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die trunkene trauer des nachkommens

die trunkene trauer, die herkunft des seiens im arm, die mutter, die anderes sich doch fürs söhnchen erhoffte: wir frösteln einander in herbsten und bleiben doch warm, als sängen die lieder der kinder noch, was sich verkopfte. hab’ nichts als … Weiterlesen

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ja, tapfer sein

„ja, ich will, ja!“ (molly bloom, „ulysses“) ja, ich bin tapfer, will es immer sein, und ausgezehrt dann, wenn es nötig ist. ich werde meine mädchen(männer) abseits frei’n, in not und tod und dichterischer list. ja, ich bin samisdat, in … Weiterlesen

Veröffentlicht unter ... und der titan nickte, glücksspiel, hannoveraner elegien | Hinterlasse einen Kommentar

как дела

ich frag, wie geht’s, wo tische die kulturen trennen und verbinden, denn so steht’s uns an, was wir vollenden. im wasser hochprozentig sind wir einverstanden, was in uns ist schon ausgewendig, ist jenes: das uns anverwanden. wir gehen rein und … Weiterlesen

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tucson, arizona

meine liebe fährt auf mein’m zylinder fern von mir, die kilometer reißt sie ab und ist mir meiner wiederfinder. wir sind, die liebe einverstanden heißt, ein sommerreifen, abgenutzt, im winter ausgetauscht in bald für alle wetter. wir wissen, wo ist … Weiterlesen

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mein schlafes bruder

mein schlafes bruder ist der sanfte tod. er lässt mich von ihm selig und verzückter träumen, dass im leben jede not mich hinterließ in solcher noch verrückter, dass ich mich wendete vom tod zum leben und wüsste wo ein bartel … Weiterlesen

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beider umkehrung

meinem unruhigen tag noch vor dem fasttag der reue und umkehr bin ich beider umkehrung. denn ich wende mich um in der nacht. an tasten statt zu träumen bin ich beider umkehrung. rücke mich ver-, nicht zurecht. meine patiencen geh’n … Weiterlesen

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wir sind blau

sind wir blau und haben solche flecken, grünen wir einander längst schon grinsend? wir sind zugleich die rötesten der zecken, an jedem ende immer neu beginnend. uns ist das morgengrau die blaue stunde, wir sind uns beiden auf- wie untergang. … Weiterlesen

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