Archiv der Kategorie: ByeByePass

sanfte verzweiflung

„Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, / Gab mir ein Gott zu sagen, wie ich leide.“ (J. W. Goethe, „Torquato Tasso“, 5. Akt, 5. Auftritt) sanfte verzweiflung | nicht mehr wissend, wie noch gestern | wie’s geht | … Weiterlesen

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sonett surrender

„the summer ’s gone and all the roses falling“ (johnny cash) autos fahren durch die straßen, dicht an dicht, ich komm’ nicht mehr herüber, über’n fluss. so bleib’ ich stehen dort im nicht und weiß dem steten strom nichts zu … Weiterlesen

Veröffentlicht unter ByeByePass, d.day - keine nacht für niemand, poeM | Hinterlasse einen Kommentar

fuga à due voces

oh ja, ich sang dir meinen kontrapu[ck/nk]t in den schlitz, in das sehnen. zweistimmig war ich, im kontradickt, ich schrieb es in fut und fuga. und sahest du mich so singen, du hättest mich nicht ge- und erhört. du bliebest … Weiterlesen

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wohin ich ging

woher ich komm’, will ich nicht hin, auch nicht, wohin ich geh’ und ging. ich bleibe stehen und halt’ in’ am orte, wo ich nicht mehr bin. wohin ich streb’, ist mir entgangen, es war mal was wie utopie, der’n … Weiterlesen

Veröffentlicht unter 1 minute to the next whisky bar, anderland, ByeByePass | Hinterlasse einen Kommentar

warten

worauf ich warte, sendet arte natürlich nicht, doch find’t sich manches in der mediathek. bewegungslos ist nicht dein schoß, du schön’, auf die errötend ich zwischen da- und dermals warte. und zuckt auch noch mein steifer stift mit ord’ntlich tinte … Weiterlesen

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keine(r) da

keine da, keiner war, nur ich, der mir glich. jede liebt, jeder lebt, doch ich nicht „not for me“ nur noch ich, der liebte, blieb allein und schrieb, was ich sagte wie beklagte, was mir schien, wie einst in wien … Weiterlesen

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astronomisches ereignis

„es ist davon auszugehen, dass der stein denkt“ (rainald goetz) es ist davon auszugehen, dass dies ein einmaliges astronomisches ereignis ist: sonnenstand so nur am 16. april und – in sonnenlaufes wiederkehr – im frühherbst, 26. august. unwahrscheinlich – auch … Weiterlesen

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das unbehauste kind

es war einmal ein kind, das hatte so viel haus, dass es unbehaust war. es schritt durch die räume, die wohl erträumt waren, sah aber nur die leere, nicht deren eingerichtetheit. es war einmal ein kind, das eben dort erwachsen … Weiterlesen

Veröffentlicht unter ByeByePass, glücksspiel | Hinterlasse einen Kommentar

flurlicht

wir werden gehen, sagt man, durch den flur, den langen, doch am ende sei das licht. im dunkel, sanft beleuchtet, steht wie schwur der ruhestuhl modell dem versgedicht. das leben, ja, beginnet … und es endet in beigen fluren von … Weiterlesen

Veröffentlicht unter ByeByePass, herbstlich willkommen, wie ich ein jud’ wurd’ | Hinterlasse einen Kommentar

lange schwere krankheit poesie

nach langer schwerer krankheit jüngst verstorben, wird’s auch von mir, dem dichter, einstmals heißen. nur niemand weiß dann, wessen ich verdorben, zur lebezeit war anverwandt dem scheißen auf alles, was nicht niet- und wörterfest, in das elysium schon eingezogen als … Weiterlesen

Veröffentlicht unter ByeByePass, glücksspiel | Hinterlasse einen Kommentar