ha(l)b acht

halb acht, mein freund, wenn du noch bei mir sitzt,
aus deiner feder mit mir weiterschreibend,
wenn du in uns’ren versen mit mir schwitzt
in dem gedicht, das ist hier jüngst ein leidend,

ein nachruf auf, was du uns vorgeschrieben.
jetzt hab’ die acht an solchem frühlingsmorgen,
wo du gegangen bist und warst verschieden,
verließest uns in manchen gleichen sorgen.

du gingst und wiesest doch die brüch’gen pfade:
auf jenen schreiben, dichten wir verloren.
wir sind dir weiter mein sonettenspeicher

und reimen singend durch die nacht und jahre,
sind dir im grab und tode nachgeboren,
dein’m erb’ und deiner worte traut’ erbleicher.

(@ klavki)

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